Auffallend gleichmäßig
Lavandula x chaytorae ‘Richard Gray’ ist eine Sorte mit silbrig-wolligem, aromatischem Laub. Die strahlenden, tiefvioletten, süß duftenden, zylindrischen Blüten üben auf Schmetterlinge und Bienen eine große Anziehung aus.
‘Richard Gray’ zählt zu den stark wüchsigen Sorten. Dabei können die Pflanzen 50 Zentimeter hoch und 80 Zentimeter breit wachsen. Der Wuchs ist stets auffallend gleichmäßig, sodass wunderschöne, halbrunde Kleinsträucher entstehen.
Die Gruppe der Lavandula x chaytorae entstand aus einer Kreuzung von Lavandula angustifolia mit Lavandula lanata. Dabei haben die Hybridsorten eine relativ gute Winterhärte von Lavandula angustifolia geerbt und das Laub von Lavandula lanata. Exquisite Pflanzen also, aber empfindlich gegen Nässe und Rückschnitt zur falschen Zeit.
Standortfragen
Lavendel ist eine recht pflegeleichte Pflanze. Allerdings sollte man darauf achten, für sie den richtigen Standort im Garten auszuwählen: Er sollte sonnig und möglichst windgeschützt sein – letzteres ist vor allem für die Überwinterung der Pflanzen wichtig. Die Erde ist im Idealfall nährstoffarm, trocken und sandig. Auf jeden Fall muss der Boden aber gut durchlässig sein, denn mit Staunässe kommt Lavendel nicht zurecht. Damit die Pflanzen gut gedeihen, ist es ratsam, ein- bis zweimal im Jahr etwas Gartenkalk unter die Erde zu mischen.
Ungleiche Gefährten
Die meisten anderen Blumen im Garten freuen sich über Lavendel in ihrer Nachbarschaft, denn Schädlinge wie Schnecken und Blattläuse werden von dem intensiven Duft vertrieben. Besonders die für Läuse anfälligen Rosen sind deshalb dankbar, wenn sie die blühfreudigen Halbsträucher ganz in ihrer Nähe haben.
Und auch optisch harmonieren Rosen und Lavendel sehr gut miteinander: Die verschiedenen Blautöne, die beispielsweise die Blüten der Lavendelsorten ´Hidcote Blue´ oder ‘Folgate’ aufweisen, bilden einen interessanten Farbkontrast zu weißen, roten oder gelben Rosenblüten.
Dennoch ist diese Kombination nicht ganz problemlos, denn Lavendel und Rosen passen von ihren Ansprüchen her eigentlich gar nicht zusammen. Zwar bevorzugen beide Pflanzenarten sonnige Plätze, Rosen brauchen jedoch – anders als Lavendel – einen feuchten und gut gedüngten Boden. Wer die ungleichen Gefährten trotzdem kombinieren möchte, sollte daher darauf achten, sie nicht zu nah nebeneinander zu pflanzen.
Tiefblau
Charakteristisch für Lavandula angustifolia ´Hidcote Blue´® sind die dunkelvioletten Blütenstängel und die sehr dunklen Blüten. Der Zwergstrauch zeichnet sich durch seinen buschigen und kompakten Wuchs aus und erreicht eine Höhe von etwa 50 Zentimetern.
´Hidcote Blue´® zählt zu den am ausdauerndsten blühenden Lavendelsorten. Von Juli bis August verströmen die Pflanzen einen intensiven Duft. Einen schönen Kontrast zu den dunklen Blüten bilden ihre silbergrauen Blätter.
Die winterharten Pflanzen vertragen trockene, karge Böden in voller Sonne. Auf feuchten Standorten kommt überhaupt nicht zurecht.
Nicht nur für die zweite Reihe
Lavandula angustifolia ‘Folgate’ wurde bereits 1900 als Selektion in Großbritannien vorgestellt. Die Sorte besticht durch einen kompakten, mittelstarken Wuchs. Sie wird ca. 60 Zentimeter hoch und rund 90 Zentimeter breit.
Der duftende Halbstrauch lässt sich auf vielfältige Weise im Garten integrieren: Da die hellblauen Blüten von ‘Folgate’ hoch über einem kompakten Laubkissen stehen, ist die Sorte beispielsweise gut für den hinteren Bereich eines Beetes geeignet. Durch den dichten Wuchs kann mit ihr aber auch eine Hecke oder Beeteinfassung gut gestaltet werden.
Die Blüten erscheinen so früh und so blau wie bei kaum einer anderen Lavendelsorte und bestechen durch einen leichten, aromatischen Duft. Ohne regelmäßigen, kräftigen Rückschnitt verkahlen die Halbsträucher. Zur Schere sollte man nicht im Herbst, sondern erst im zeitigen Frühjahr greifen, da das Laub als Winterschutz für die Pflanzen dient. Ein zweiter, leichter Rückschnitt nach der Blüte stärkt die Pflanzen und bewirkt manchmal eine weitere Blüte im Jahr.

