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Vielfalt

‘Folgate’ – Nicht nur für die zweite Reihe

Lavandula angustifolia ‘Folgate’ wurde bereits 1900 als Selektion in Großbritannien vorgestellt. Die Sorte besticht durch einen kompakten, mittelstarken Wuchs. Sie wird ca. 60 Zentimeter hoch und rund 90 Zentimeter breit.

Der duftende Halbstrauch lässt sich auf vielfältige Weise im Garten integrieren: Da die hellblauen Blüten von ‘Folgate’ hoch über einem kompakten Laubkissen stehen, ist die Sorte beispielsweise gut für den hinteren Bereich eines Beetes geeignet. Durch den dichten Wuchs kann mit ihr aber auch eine Hecke oder Beeteinfassung gut gestaltet werden.

Lavandula angustifolia ´Folgate‘

Die Blüten erscheinen so früh und so blau wie bei kaum einer anderen Lavendelsorte und bestechen durch einen leichten, aromatischen Duft. Ohne regelmäßigen, kräftigen Rückschnitt verkahlen die Halbsträucher. Zur Schere sollte man nicht im Herbst, sondern erst im zeitigen Frühjahr greifen, da das Laub als Winterschutz für die Pflanzen dient. Ein zweiter, leichter Rückschnitt nach der Blüte stärkt die Pflanzen und bewirkt manchmal eine weitere Blüte im Jahr.

Zedern-blau

Lavandula angustifolia ´Cedar Blue´ Lavandula angustifolia ´Cedar Blue´ ist eine recht junge Sorte. Sie wurde 1994 erstmalig als Selektion aus Großbritannien vorgestellt. Das äußerst dichte Blattwerk ist – wie der Name Cedar schon sagt – grau-grün gefärbt.

Die großen, violetten Blüten der frühblühenden Lavendelsorte erscheinen von Juni bis Juli und betören mit ihrem aromatischen Duft. ´Cedar Blue´ wächst kompakt und erreicht eine Höhe von etwa 60 Zentimetern. Sie lässt sich vielfältig im Garten integrieren und ist nicht nur im Beet, sondern auch in der Vase ein attraktiver Begleiter zu Rosen.

Auffallend gleichmäßig

Lavandula x chaytorae ‘Richard Gray’ ist eine Sorte mit silbrig-wolligem, aromatischem Laub. Die strahlenden, tiefvioletten, süß duftenden, zylindrischen Blüten üben auf Schmetterlinge und Bienen eine große Anziehung aus.

Lavandula x chaytorae 'Richard Gray' ‘Richard Gray’ zählt zu den stark wüchsigen Sorten. Dabei können die Pflanzen 50 Zentimeter hoch und 80 Zentimeter breit wachsen. Der Wuchs ist stets auffallend gleichmäßig, sodass wunderschöne, halbrunde Kleinsträucher entstehen.

Die Gruppe der Lavandula x chaytorae entstand aus einer Kreuzung von Lavandula angustifolia mit Lavandula lanata. Dabei haben die Hybridsorten eine relativ gute Winterhärte von Lavandula angustifolia geerbt und das Laub von Lavandula lanata. Exquisite Pflanzen also, aber empfindlich gegen Nässe und Rückschnitt zur falschen Zeit.

Die Farbe Lila – Shades of Purple

„50 Shades of Grey” sind derzeit in aller Munde. Ob in den Bücherbestsellerlisten oder den Musik- und Kinocharts – überall stößt man auf diesen Titel. Aber was hat es hier mit der Farbe Grau auf sich? Abgesehen davon, dass die dominante Hauptfigur der Geschichte Christian Grey heißt, soll die Farbe angeblich eine Anspielung darauf sein, dass es in der Persönlichkeit der Menschen und ihren Leidenschaften mehr Schattierungen gibt als man auf den ersten Blick sehen kann. Naja, ob die Farbe Grau die richtige Wahl ist, wenn man Leidenschaft beschreiben möchte, sei dahingestellt. Eigentlich gibt es Farbtöne, die mehr ausdrücken: Beispielsweise die Farbe Lila.

Die Farbe Lila Im alltäglichen Sprachgebrauch werden die Worte Lila und Violett überdeckend für Farbtöne zwischen Rot und Blau genutzt. Und genau durch diese uneindeutige Stellung im Farbkreis werden ihnen in Kultur und Religion sehr widersprüchliche Bedeutungen zugedacht. Lila ist die Farbe der Zweideutigkeit und Unsicherheit. Sie hat etwas Mystisches, Unergründliches und steht für die Überwindung von Gegensätzen. Ihr Platz zwischen den warmen Rottönen und dem kalten Blau – im übertragenen Sinne zwischen Körper und Geist – macht sie zur Farbe der Spiritualität und Magie. Violetttöne haben eine starke meditative Wirkung, regen unsere Phantasie an, inspirieren und motivieren uns dazu, ungewöhnliche Ideen auch einmal in die Tat umzusetzen. Im Feminismus symbolisiert Violett den Anspruch der Frauen auf Macht und die Gleichheit der Geschlechter. Um all diese Themen geht es auch im Bestsellerroman „Die Farbe Lila” und im gleichnamigen Steven Spielberg Film. Hier gibt es einen Dialog zwischen Celie und ihrer Freundin Shug, in dem sie überlegen, was Gott von den Menschen erwartet: „Ich denke, er wäre ganz schön sauer, wenn einer an der Farbe Lila in einer Wiese vorübergeht und sie nicht bemerkt”, meint Shug.

In der Natur begegnen uns Violett- und Lilatöne bei vielen Blumen und Blüten. Besonders beim Echten Lavendel (Lavandula angustifolia) gibt es unzählige Schattierungen. Zu dieser Vielfalt entscheidend beigetragen hat der englische Lavendelzüchter Simon Charlesworth. Er betreibt in der Grafschaft Kent die bekannteste Lavendelgärtnerei Großbritanniens, die Downderry Nursery. Mit rund 350 Lavendelarten und -sorten zählt sie zu den ganz Großen. 1996 erhielt die umfangreiche Sammlung den Status als „National Plant Collection”.

Von Lavendelzwergen und Giganten

Seit Neuestem sind auch in Deutschland viele interessante Sorten aus dem Downderry Sortiment erhältlich. Und zwar längst nicht mehr nur im klassischen Lila, sondern auch in Blauschattierungen, Violettvariationen, Rosanuancen und in Weiß. Da gibt es z.B. Lavendelzwerge, die nur 40 Zentimeter hoch werden, wie ´Aromatico Silver´ (weiß), ´Blue Scent´ (blau), ´Little Lady´ (hellviolett), ´Peter Pan´ (hell- bis dunkelviolett) oder ´Coconut Ice´ (weiß und rosa), und Giganten, die eine Wuchshöhe von bis 80 Zentimetern und mehr erreichen können, wie ´Edelweiß´ (weiß), ´Fragrant Memories´ (hellblau), ´Gros Bleu´ (purpur), ´Sussex´ (hellblau) oder ´Grosso´(dunkelblau-violett). Die Kleinen eignen sich für sowohl für Balkon und Terrasse, während die größeren Sorten auch als Lavendelhecken oder Einfassungen gezogen werden können.

 

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