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Kultur

Lavendelgärten in Deutschland

Langsam, aber sicher, erobern die Lavendel unsere Gärten und Vorgärten. Der Halbstrauch passt bestens in die heutige Welt unserer Garten- und Pflanzenwünsche: Robust und genügsam, ideal für trockene und warme Standorte, graues, samtiges Laub, frischer Duft, der auch noch an Urlaub und Auszeit erinnert und ansonsten wenig Aufwand, denn der Garten soll ja nicht mehr Arbeit machen als es Freude macht. Die Tatsache, dass mit dem Sortiment der englischen Downderry Nursery neben dem typischen Blau auch andere Farbtöne auf den Markt gekommen sind, hat der Pflanze hierzulande viele neue Freunde beschert. Die Downderry Lavendel, die ursprünglich aus der südenglischen Gärtnerei von Simon Charlesworth in Kent kommen, werden in Deutschland vermehrt, sind auf Winterhärte getestet und haben sich im Laufe der Jahre gut bewährt. Weiße, rosa, hellblaue, zart violette bis tieflila Sorten sind im Angebot des Handels zu finden. In diesen Wochen erfreuen sie uns mit ihren Blüten in Töpfen auf Balkon und Terrasse, als Baumscheibe im Vorgarten um den mediterranen Olivenbaum, als Drift kombiniert mit Allium und Mohn oder als Wegbegleiter zu den Rosen.

Garten von Prof. Dr. Roland Doschka

Fantastische Beispiele für gekonnte Lavendelpflanzungen gibt es beispielsweise im preisgekrönten Garten von Prof. Dr. Roland Doschka in Rottenburg am Neckar. Doschka hatte die Lavendel einst auf der Chelsea Flowershow entdeckt und hat dann sehr viele davon gepflanzt. Doschkas Gartenziel sind Gartenbilder, wie er sie von den großen Künstlern des 20. Jahrhunderts kennt. Seine Lavendeldrift mit sehr verschiedenen Downderry Lavendeln gekonnt geplant von der Landschaftsarchitektin Annette Sinz-Beerstecher ist einzigartig in Deutschland. Die Kombination mit dem großen Kugellauch, Allium Globemaster, sucht Ihresgleichen.

Klostergarten Kräutermühle

Einen sehr imposanten Lavendelgarten findet man aber auch in der Pfalz. Im Klostergarten Kräutermühle in Edenkoben steht der Downderry Lavendel in langen Reihen in verschiedenen Farbtönen und wird dort sogar destilliert. Der Kräutergarten grenzt an die sonnigen Weinberge ist für Lavendelfreunde ein absolutes Muss. Im Juni finden hier Lavendelfeste statt und man kann vieles über den aromatischen Halbstrauch, seine Verwendungsweisen und seine Erzeugnisse lernen. Ob zu einem Labyrinth geschnitten, in Reihen oder im Beet, der Lavendel macht den pfälzischen Kräutergarten zu einem fantastischen Ausflugsziel.

Im Lavendel steckt viel englische Liebe

Dr. Simon Charlesworth Lavendel, in diesem Wort steckt das englische Wort ´love´ nicht bloß zufällig. Jedenfalls nicht für den leidenschaftlichen Lavendelzüchter Dr. Simon Charlesworth. Dieser besitzt im Südosten Englands die bekannteste Lavendelgärtnerei Großbritanniens, die Downderry Nursery. Seine umfangreiche Lavendel-Sammlung erhielt 1996 den Status als „National Plant Collection”, eine Auszeichnung, die nicht nur Verdienste und Erfolge würdigt, sondern zugleich die Verpflichtung beinhaltet, Pflanzen zu konservieren, ihren Bestand zu sichern und somit zur botanischen Biodiversität beizutragen.

Die Liebe zum Love-endel entdeckte Charlesworth im Jahr 1991. Der promovierte Geograph, der sich während des Studiums zunächst theoretisch mit dem Thema der globalen Erderwärmung und ihren Auswirkungen auf Pflanzen beschäftigt hatte, begann damit, in seinem kleinen Garten Stecklinge von sonnenliebenden und trockenheitsverträglichen Pflanzen zu ziehen und zu verkaufen. Die Kaufinteressenten fragten allerdings fast ausschließlich nach Lavendel , und so kam es zu einer allmählichen Spezialisierung. Aus dem Sammler Charlesworth wurde der Züchter, aus dem Hinterhofgärtner ein weltweit anerkannter Lavendelkenner, dessen Lavendelkultur auch hohe wissenschaftliche Anforderungen erfüllt. Heute zählt Downderry Nursery mit ca. 350 Lavendel -Arten und -sorten zu den ganz Großen.

Downderry Nursey Downderry Nursery liegt in Kent, inmitten eines alten ummauerten Viktorianischen Gartens. Die guten Bodenbedingungen und die geschützte Lage bieten den Pflanzen optimale Wachstumsvoraussetzungen. Charlesworth vertritt die Meinung, dass es mehr als einen sonnigen Standort, einen durchlässigen Boden und einen Rückschnitt zum richtigen Zeitpunkt nicht braucht, um Lavendel erfolgreich anzupflanzen. Das macht Mut, es mal mit Lavendel im Garten oder auf der Terrasse zu versuchen.

Geschichte einer Leidenschaft

Für den promovierten Geographen Simon Charlesworth ist der Lavendel eine Passion. Angefangen hat alles Ende der 1980-er Jahre im Garten seiner Eltern in Ditton. Zwar studierte er nach der Schule erst Englische Literatur und Geografie, doch bevor er seine geografischen Kenntnisse noch in einer Promotion vertiefte, jobbte er bereits ein Jahr ein einem Gartencenter. Dort kam der damals 23-Jährige auf den Geschmack: Schon bald begann er im elterlichen Garten sonnenliebende Gewächse wie Zistrosen, Lavendel und Ginster zu vermehren. Am Wochenende verkaufte er diese erfolgreich auf Märkten.

Bald schon musste Charlesworth auch das Nachbargrundstück in sein Unternehmen einbeziehen, dass seit 1991 den Namen Downderry Nursery trug. 1997 engagierte der Brite seine erste feste Mitarbeiterin. Sie hieß Dawn und war ein echter Glücksgriff – denn auch privat funkte es zwischen den beiden.

Im selben Jahr bezog die gesamte Downderry Gärtnerei in den sanften Hügeln von Kent einen neuen Standort. Heute gilt der Betrieb als die bedeutendste Lavendelgärtnerei Großbritanniens und Charlesworth als weltweit anerkannter Experte für Lavendel.

Made in UK

Downderry Nursery Von den alten Römern wird gesagt, sie hätten den Lavendel nach Großbritannien gebracht. Historische Beweise gibt es für diese Behauptung allerdings nicht.  Belegt  ist aber, dass man ab dem 13. Jahrhundert Lavendel im Vereinigten Königreich kannte und schon bald mit dessen Anbau begann.

Offenbar ließ sich die Pflanze auf der Insel problemlos kultivieren. Später wurde sie sogar zu einem wichtigen Bestandteil des klassischen, englischen Cottage Gardens. Der Charme desselben besteht ja in erster Linie in der Natürlichkeit, Ungezwungenheit und in der harmonisch blühenden, wohlkomponierten Vielfalt von unterschiedlichen Pflanzen, die hier so wachsen, als hätte die Natur die Beete selbst angelegt. Kein Wunder also, dass es die englische Lavendelkultur zu großem Ansehen gebracht hat.

Inmitten der sanften Hügellandschaft der Grafschaft Kent liegt die Wiege des Lavendels mit dem wohlklingenden Namen Downderry Nursery – eine Lavendelgärtnerei mit hohem Bekanntheitsgrad. Die erfolgreiche Nursery, die 350 verschiedene Lavendelarten und -sorten umfasst, hat als eine besondere Auszeichnung den Status als “National Plant Collection” erhalten. Eine Vielzahl der außergewöhnlichen Downderry Sorten werden jetzt auch bei uns im Handel angeboten.

Vom Sammler zum Züchter

Dr. Simon Charlesworth, Lavendelzüchter aus der Grafschaft Kent im Südosten Englands, erreichte mit seiner Sammlung 1996 den offiziellen Status als „National Plant Selection“. Judith Starck hat ihn für das Dehner Magazin interviewt.

Simon Charlesworth Dr. Charlesworth, wie kamen Sie auf die Idee in England Lavendel zu züchten?

Charlesworth: Ich habe Geografie studiert und mich unter anderem mit den Themen “Globale Erderwärmung” und die Auswirkungen auf die Pflanzenwelt beschäftigt. Im Jahr 1991 habe ich deshalb begonnen in meinem kleinen Garten Stecklinge von sonnenliebenden und trockenheitsverträglichen Pflanzen zu ziehen. Die Käufer fragten fast nur nach Lavendel und so habe ich mich darauf spezialisiert. Am Anfang war ich hauptsächlich Sammler, später begann ich auch selber zu züchten.

Wie viele Sorten haben Sie im Sortiment?

Charlesworth: Am Anfang waren es ca. 60 Varietäten. Im Jahr 1996 erlangte meine Sammlung sogar den offiziellen Status als “National Plant Collection”. Als wir 1998 auf das jetzige Gelände der “downderry nursery” umgezogen sind, hatten wir bereits 80 Varietäten, im Jahr 2003 schon 200. Heute sind wir stolz auf ca. 350 Arten und Sorten. Einige unserer eigenen Züchtungen wurden auch erfolgreich von uns auf dem Markt eingeführt, z.B. die Sorte ‘Melissa Lilac’. So haben wir uns vom kleinen “Hinterhofgärtner” zur anerkannten “Benchmark-Nursery” (Marken-Baumschule) mit wissenschaftlichem Anspruch entwickelt.

Wie haben Sie den Verkauf in England gestartet?

Charlesworth: Zuerst haben wir über das Internet verkauft und waren auf verschiedenen Gartenmessen. Dann kam der Einzelhandel dazu und im Mai 1998 öffneten wir zum ersten Mal die “downderry nursery” für die Öffentlichkeit. Die “Hampton Court Flower Show” ist jährlich unsere größte Gartenschau, bei der wir viel verkaufen. Dort und auf der “Chelsea Flower Show” haben wir auch schon Preise gewonnen (insgesamt 11 Goldmedaillen).

Man vermutet in England keine Baumschule für Lavendel. Wie gelingt das dort?

Charlesworth: Wir haben gute Bedingungen. Die Baumschule liegt in Kent, in einem alten Viktorianischen ummauerten Garten. Hier herrschen gute Bodenbedingungen und es ist eine geschützte Lage.

Simon Charlesworth Was sind die wichtigsten Dinge, um Lavendel erfolgreich anzupflanzen?

Charlesworth: Ein sonniger Standort und ein durchlässiger Boden sind wichtig. Dann noch ein Rückschnitt zum richtigen Zeitpunkt – das ist nach der Blüte – und mehr braucht es nicht.

Warum fasziniert Sie Lavendel?

Charlesworth: Man hat mit Lavendel sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten, z.B. im Beet, im Topf, am Wegesrand, in Kombination mit anderen Duftpflanzen wie Rosen usw. Zudem lockt er viele Bienen und Hummeln in den Garten. Und zuletzt können die Blüten zu tollen Produkten verarbeitet werden. Wir destillieren selber Lavendelöl, aus dem dann Seifen, Körperlotionen, Handcremes usw. hergestellt werden.

Was ist Ihnen wichtig bei Ihrer Arbeit?

Charlesworth: Als “National Plant Collection” ist es unsere Aufgabe aber auch unsere Philosophie Pflanzen zu konservieren, zu pflegen, ihren Bestand zu sichern und somit zur botanischen Biodiversität beizutragen. Beispielsweise ist es uns sehr wichtig, dass alle Pflanzen korrekt bezeichnet und benannt werden. Erst wenn die Pflanzen korrekt zugeordnet sind, werden sie vermehrt. Zudem vermehren wir fast alle unserer Pflanzen selber in unserer Baumschule und Sorten nur über Stecklinge, damit sie nicht verfälscht werden.

Quelle: dehner.de

schreibergarten.com

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