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Garten & Balkon

Allium und Lavendel – Ein eindrucksvolles Paar

In den letzten Jahren hat sich Lavendel einen festen Platz in den deutschen Gärten erobert. Zu verdanken hat der graublättrige Halbstrauch seinen Siegeszug einerseits den heißer werdenden Sommern, zum anderen dem attraktiven, winterharten Downderry Sortiment, das seit geraumer Zeit auch bei uns im Handel erhältlich ist. Die englischen Lavendelsorten blühen nicht nur in dem vertrauten, klassischen Violett, sondern auch in Weiß, Rosa oder Hellblau.

Lavendel und Allium

Aber nicht nur die Blütenfarbe, auch der Habitus der verschiedenen Sorten unterscheidet sich: Manche werden fast einen Meter hoch, andere bilden bodennahe Kissen. Wer dem Lavendel einen sonnigen Standort sowie einen mageren Boden bietet und zudem beim Schnitt nach der Blüte nicht zu zurückhaltend ist, dem sind die Pflanzen lange gute Begleiter im Garten.

Besonders eindrucksvoll ist Lavendel natürlich, wenn er in großer Stückzahl gepflanzt wird. So bekommt jeder Garten einen Hauch von Provence, wo im Sommer duftende Lavendelfelder die Landschaft bestimmen. Mit dem blühenden Halbstrauch lassen sich übrigens auch hervorragend Hanglagen gestalten. Ein beeindruckendes Beispiel findet man in dem mehrfach ausgezeichneten Garten von Prof. Dr. Roland Doschka im schwäbischen Rottenburg-Dettingen.

Lavendel und Allium

Hier ist eine ganze Böschung mit hunderten verschiedenfarbiger Lavendelsorten bepflanzt. Als besonderer Clou wurden dazwischen Allium Globemaster gesetzt. Bereits im späten Frühjahr thronen die riesigen Blütenkugeln des Zierlauchs über den grauen Kissen des Halbstrauchs. Und wenn der Lavendel dann ein paar Wochen später in Blüte kommt, ergibt sich ein wunderbares Farbenspiel, bei dem die Kugeln dem Beet Struktur und Höhe verleihen.

Nahrung für dicke Hummeln und fleißige Bienchen

Den Imkern sterben seit Jahren die Bienen unter den Händen weg. Den Völkern machen nicht nur die Varroa-Milbe und giftige Pestizide zu schaffen, sondern vor allem das viele Grün überall: Grüne Flächen, wohin die fleißigen Bienen auch fliegen. Blüten zu finden, ist in manchen Regionen kaum noch möglich.

Das scheint auch der Hauptgrund für das alljährliche Hummelsterben im Hochsommer zu sein. Es herrscht Nektarmangel ausgelöst durch immer steriler werdende Gärten und Grünanlagen.

Um das Nahrungsangebot für Hummeln und Bienen zu verbessern, empfiehlt der NABU Gartenbesitzern u.a. nektar- und pollenreiche Gartenpflanzen wie z.B. Lavendel zu pflanzen.

 

Leuchtend und hell –
Lavendel, wie ihn viele nicht kennen

Die Farbe Weiß bietet eine Fülle von Gestaltungs- und Verwendungsmöglichkeiten: Sie wirkt erfrischend und kühl und verstärkt die Wirkung anderer Farben. Helle Blüten bilden einen Kontrast zu dunklen Blautönen. Pflanzt man beispielsweise weißen und blauen Lavendel nebeneinander, entsteht ein abwechslungsreiches, spannungsvolles Bild. Man sollte die Pflanzen jedoch nicht „bunt” mischen, sondern innerhalb einer Gruppe nur jeweils eine Sorte verwenden.

Ein Garten oder Balkon mit vielen weißen Blüten hat nicht nur am Tag, sondern sogar in der Dämmerung seinen Reiz. Weiß hat von allen Farben die größtmögliche Helligkeit, es reflektiert das Licht am besten. Dies führt dazu, dass Pflanzen mit hellen Blüten auch in der Dämmerung oder bei bewölktem Himmel noch auffallen, während sich kräftige Farben nicht mehr von ihrem dunklen Hintergrund abheben. Lavendelsorten mit weißen Blütenständen passen deshalb gut in einen “Mondschein-Garten”, der auch spät abends noch Lichtpunkte ausstrahlt. Damit höher wachsende, weiß blühende Lavendelsorten aber auch tagsüber im Garten richtig gut zur Geltung kommen, empfiehlt es sich, sie vor einen dunklen Hintergrund – beispielsweise einer Hecke – zu pflanzen.

Die bekanntesten weißen Downderry Sorten sind Lavandula angustifolia ‘Blue Mountain White’ und ‘Nana Alba’ sowie Lavandula x intermedia ‘Edelweiß’. ‘Nana Alba’ wird nur etwa 40 Zentimeter hoch, weshalb sie sich gut für Töpfe, Kübel und Balkonkästen eignet. Zudem ist sie ideal für kleine Beete und für niedrige Einfassungen und Hecken. ‘Blue Mountain White’ stammt ursprünglich aus Neuseeland und wurde 2002 von Simon Charlesworth nach Europa eingeführt. Die kompakten Büsche werden etwa 60 Zentimeter hoch und die hellen Blüten nehmen beim Verblühen eine leicht grau-blaue Tönung an. ‘Edelweiß’ schmückt sich, wie der Name bereits vermuten lässt, mit eleganten, strahlend weißen Blütenständen. Die Sorte bildet recht große, sparrige Büsche und ist mit einer Wuchshöhe von etwa 75 Zentimetern der größte weiß blühende Lavendel. Anders als viele andere Intermedia-Sorten besitzt sie eine gute Frosthärte.

Wer die weißen Lavendelsorten noch nicht kennt, sollte sich in seinem Gartencenter einmal danach erkundigen. Diese Downderrys sind je nach Geschmack und Gartengestaltung eine attraktive Alternative oder gute Ergänzung zu den klassischen blau-violetten Sorten und lohnen sich, entdeckt zu werden.

Wenn der Winter kommt

Lavandula x intermedia 'Walberton's Silver Edge' Manche Kräuter werden im Herbst grundlos ins Haus geholt – sie können auch draußen überwintern. Die mediterranen Pflanzen Lavendel, Salbei und Thymian überstehen milde Winter im Freien. Das erläutert der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin.

Einen Kälteschutz brauchen die Pflanzen bei längerem Frost aber doch. Für längere Kälteperioden reiche ein isolierender Schutz aus Tannenzweigen und Stroh. Gärtner sollten sie auf keinen Fall in einer luftdichten Folie verpacken, denn die Pflanzen faulen darunter.

Alten, verholzten Lavendel verjüngen – Geht das?

Lavendelstrauch Lavendel muss jedes Jahr kräftig zurück geschnitten werden, damit er kompakt bleibt. Lässt man die Halbsträucher mehrere Jahre ungestutzt wachsen, fallen die verholzten Äste auseinander und verkahlen von unten her.

Alte Lavendelsträucher mit sparrigen, verholzten Haupttrieben sind in den meisten Fällen durch einen starken Verjüngungsschnitt nicht mehr zu retten. Aber wie so oft im Leben kommt es auch hier im Zweifelsfall auf einen Versuch an. Der Erfolg scheint stark vom Schnitttermin abhängig zu sein: Einige Hobbygärtner berichten, dass ihre alten Lavendelsträucher nach einem radikalen Rückschnitt im Juni oder Juli noch im selben Jahr neu ausgetrieben sind und im nächsten Jahr wieder geblüht haben.

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